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Berücksichtigung von Treibhausgas-emissionen durch Landnutzungs- und Kohlenstoffspeicheränderungen in Ökobilanzen

vTI-BMELV Projekt









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Projektbeschreibung

Rund 20 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen durch Landnutzungsänderung – vornehmlich durch Entwaldung. Diese Emissionen werden zwar im nationalen Treibhausgasinventarbericht (NIR) jedes Vertragsstaates der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) aufgeführt, es erfolgt jedoch keine unmittelbare Verknüpfung mit dem Lebensweg eines einzelnen Holzproduktes. Die Treibhausgasemissionen aus Landnutzungsänderung bleiben daher derzeit in der Kohlenstoffbilanz eines Holzproduktes vollkommen unberücksichtigt.

Für die Methodik der Ökobilanzierung (LCA) bzw. die Erstellung von CO2-Fußabdrücken (PCF) von Produkten gibt es keine einheitliche Vorgehensweise wie Treibhausgasemissionen berücksichtigt werden können, die durch Kohlenstoffspeicheränderungen in lebender Biomasse und im Boden verursacht werden, und welche folglich mit den Produkten aus erneuerbaren Rohstoffen, die mit diesen Speichern in Beziehung stehen, verbunden sind. Zwar gibt es derzeit zahlreiche internationale Aktivitäten diesbezüglich, ein verbindlicher Standard zur Einbeziehung von Emissionen aus Landnutzungsänderung wird jedoch aller Voraussicht nach im Laufe des Jahres 2011 in Kraft treten. Die dargestellte Problematik in Bezug auf Landflächennutzungsänderung und Holzprodukte wird innerhalb der angedachten Standards jedoch keine detaillierte Behandlung finden.

Ziel des Projektes ist es, die Treibhausgasemissionen, welche durch Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) entstehen, für die Produktgruppen des Holzsektors aufzuschlüsseln und einzelnen Produkten zuzuweisen und somit eine transparente Darstellung für den Endverbraucher zu gewährleisten. Neben der Weiterentwicklung bereits bestehender sowie neuer Ansätze und Methoden zur Berücksichtigung von Emissionen des LULUCF-Sektors im CO2-Fußabdruck eines Produktes bzw. in dessen Ökobilanz soll insbesondere die zeitliche Dynamik der entstandenen Treibhausgasemissionen systematisch erfasst und ökobilanziell sinnvoll für die LCA-Wirkungskategorie Treibhausgaspotential verarbeitet werden.

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